Die Ergebnisse der Planungswerkstatt

Am 30. März 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass die Ergebnisse der Planungswerkstatt für die weitere städtebauliche Entwicklung zugrunde gelegt und anhand einer aufzustellenden Priorisierung vertieft bzw. weiter bearbeitet werden sollen. Der Vorschlag zur Umgestaltung des Landgrafenplatzes soll als erste Priorität umgesetzt werden.  (Beschlussvorlage DS-Nr. 25/2017)

 

Rückblick: Der Ablauf 

Im Juli 2016 beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine Planungswerkstatt für die Innen-stadt Friedrichsdorf durchzuführen, siehe DS-Nr. 135/2016 1. Ergänzung. Mit der Moderation und Prozessbegleitung wurde die FIRU mbH, Kaiserslautern, beauftragt.

 Am 14.10.2016 fand als Auftakt des Planungsprozesses der Stadtspaziergang mit anschließendem Bürgerbrainstorming im Rathaus statt. Über 100 Interessierte nahmen an dem Rundgang durch die Innenstadt teil und füllten unterwegs an den Stationen und im Sitzungssaal Kommentar-Karten aus. Parallel dazu wurde auf www.stadt25-friedrichsdorf.de Gelegenheit zur Online-Beteiligung gegeben. Zusätzlich zu den beim Brainstorming festgehaltenen Beiträgen sind knapp 150 Anregungen eingegangen.

Für die Besetzung der Arbeitsgruppe wurden Fraktionen und wie beschlossen Vereine/Verbände sowie alle Eigentümer der Grundstücke an der Lindenstraße und an der Professor-Wagner-Straße, dazu die Eigentümer des Lindenhof-Areals, der Salus-Klinik und des Milupa-Dreiecks angeschrieben, einen Vertreter zu benennen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich für die Teilnahme melden. Da deren Resonanz sehr groß war und einzelne Vertreter anderer Interessensgruppen auf die Teilnahme verzichteten, konnten je drei Bürgerinnen und Bürger zur Planungswerkstatt eingeladen werden.

Die Planungswerkstatt I fand am 5. November ganztägig statt, der Fokus lag auf der Innenstadt insgesamt. Nach der Begrüßung stellten die 27 Teilnehmer in einer Blitzlichtrunde ihre unterschiedlichen Interessen und Erwartungen dar. Im folgenden Input erläuterte Frau Herz (FIRU mbH) die Ausgangslage und die gesammelten Anregungen. Die Qualitäten und Herausforderungen der Friedrichsdorfer Innenstadt wurden bei den Teilnehmern abgefragt, bevor im zweiten Schritt die Ideen und Wünsche zu den Themenbereichen Wohnen, Stadtgestalt & Freiräume, Verkehr, Einzelhandel & Gastronomie sowie Funktionen gesammelt wurden. Der Tag schloss mit einer Priorisierung der genannten Aspekte ab.

Bei der Planungswerkstatt II am 19. November standen die Schwerpunktbereiche im Mittelpunkt. Nach der Erfassung der räumlichen Voraussetzungen und Restriktionen an den einzelnen Standorten wurden die jeweiligen Entwicklungspotenziale erarbeitet.

Die Ergebnisse des zweiten Tages wurden anschließend ausgearbeitet und am 24. Februar in der Planungswerkstatt III den Teilnehmern als textliches oder zeichnerisches Konzept, teilweise mit Varianten, vorgestellt. Nach Erläuterung und Diskussion stellen sich die Ergebnisse der Planungswerkstatt Innenstadt wie folgt dar:

 

 

Konzepte

Die Konzepte und Maßnahmen für die Schwerpunktbereiche werden ausführlich in der Ergebnisdokumentation ab Kapitel II beschrieben.
Eine gute Übersicht geben die Ausstellungspläne

Rathaus:
Der Erhalt des Gebäudes wurde favorisiert. Eine Neugestaltung und Neuordnung der
Frei- und Parkplatzflächen wird durch einen Baukörper an der Bahnstraße ergänzt. Das Lindenhof-Areal wird bebaut, eine gemeinsame Zufahrt soll genutzt werden.

Hugenottenstraße/Salus-Areal:
Für die Hugenottenstraße werden verschiedene Maßnahmen und Werkzeuge aufgezeigt, mit denen die T hemen „Identität", „Verkehr", „Stadtgestalt", „Wohn-und Mischstandort" in Zukunft angegangen werden können. Auf dem Salus-Areal sollen verschiedene Wohnformen im Vordergrund stehen.

Lindenstraße:
Das große Potenzial an innerstädtischen Flächen soll in Zusammenarbeit mit den Eigentümern als Wohnbaufläche entwickelt werden. Der Einzelhandelsbetrieb soll Erweiterungsfläche erhalten. Mit dem Sportverein ist die Erweiterung oder Verlagerung der Turnhalle innerhalb oder außerhalb des Gebiets abzustimmen.

Landgrafenplatz:
Durch eine aufgeräumte Neugestaltung wird der Landgrafenplatz seinen vielfältigen Funktionen als zentraler Platz wieder gerecht.

Milupa-Dreieck:
Als Verbindungsglied zwischen der Innenstadt und dem Houiller Platz sind verschiedene frequenzbringende Nutzungen gewünscht, die Fläche befindet sich jedoch in Privateigentum.

Professor-Wagner-Straße:
Die Entwicklung einer Randbebauung mit Wohnnutzung, ergänzt durch Dienstleistungen, vervollständigt die Stadtstruktur.

Goers-Gelände:
Die große Mehrheit der Planungswerkstatt-Teilnehmer hat sich für die Vorzugsvariante mit Bebauung an der Wilhelmstraße und einem reduzierten innenliegenden Stellplatzangebot  ausgesprochen.

 

Ausblick

Die Ergebnisse der Planungswerkstatt Innenstadt sollen für die weitere städtebauliche Entwicklung zugrunde gelegt werden und anhand einer aufzustellenden Priorisierung vertieft bzw. weiter bearbeitet werden.

Am 14. September 2017 hat die Stadtverordentenversammlung beschlossen, dass die Ergebnisse der Planungswerkstatt in folgender Reihenfolge bearbeitet werden sollen (Beschlussvorlage DS-Nr. 95/2017):

Priorität hoch (Start Umsetzung 2017/2018)

  • Landgrafenplatz
  • Hugenottenstraße b) Erstellung eines Verkehrskonzeptes
  • Hugenottenstraße d) Städtebauförderungsprogramm
  • Lindenstraße

Priorität mittel (Start Umsetzung in den nächsten Jahren)

  • Goers-Gelände
  • Hugenottenstraße c) Gestaltungskonzept
  • Hugenottenstraße a) Erhalt und Weiterentwicklung der Identität

Priorität niedrig (Start Umsetzung noch nicht terminiert)

  • Hugenottenstraße e) Betreuung Umnutzung Salusklinik
  • Rathaus
  • Milupa-Dreieck
  • Professor-Wagner-Straße

 

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